Kunstrad

Trainingszeiten:

Jeden Dienstag und Donnerstag von 18:00 bis 20:00 (außer während der Schulferien) in der Turnhalle der Riedschule in Karlsruhe Rüppurr.

Geschichte:

Der Amerikaner Nicholas Edward Kaufmann (1861-1943) ist der eigentliche Erfinder des Kunstrads. Er war sehr sportlich und durch seine kreativ-künstlerische Einstellung kam er auf die Idee, die durch den allseits beliebten Turnsport bekannten Übungen auch auf dem Hoch- oder Einrad auszuprobieren. Diese noch freie und eigene Art des Kunstradfahrens zeigte er in den Pausen der seit 1868 aufkommenden Radrennen. Dadurch wurden die Vorstellungen der damals noch „Vélocipèden“ genannten Kunstradfahrer immer bekannter, bis der Darstellung dieser neuen Sportart ganz eigene Räume gegeben wurden. Als 1884 der Deutsche Radfahrer-Bund gegründet wurde, kam es zu der Einführung eigener Deutscher Meisterschaften und schließlich zur Einführung der Weltmeisterschaften im Hallenradsport. Dabei werden bis heute neben dem Kunstradfahren auch Radballspiele ausgetragen, die ebenfalls von Nick Kaufmann erfunden wurden.

Wettbewerbe:

An Wettbewerben kann in verschiedenen Disziplinen gestartet werden: Einer- und Zweier-Kunstrad, Vierer- und Sechser-Kunstrad.
Beim Einer-Kunstrad wird eine fünfminütige Kür vorgeführt, die ein Sportler beliebig aus den verschiedenen Grundübungen (Stände, Stützen, Steiger, Übergänge, Drehungen, Sprünge, Schlussübungen) zusammensetzt. Je nach Altersklasse darf er maximal 25 bzw. 30 Übungen vorführen, die von den Kampfrichtern bewertet werden. Bei unkorrekter Ausführung der eingereichten Kür, z.B. Wackeln, nicht Ausfahren der Runde, werden Fehlerpunkte von der Gesamtpunktezahl abgezogen. Die Gesamtpunktezahl ergibt sich aus der Summe der Punktezahlen jeder einzelnen Übung, die im Reglement gemeinsam mit dem möglichen Abzug für jede Übung festgelegt ist.
Außerdem wird durch das Reglement die „Kleiderordnung“ (Schläppchen, Leggins, Trikot) und Flächengröße (12m x 9m bis maximal 14m x 11m) festgelegt.
Für das Zweier-Kunstrad gelten dieselben Regeln wie im Einer-Kunstrad, mit der Ausnahme, dass maximal 20 bzw. 25 Übungen – je nach Altersklasse – gezeigt werden dürfen; davon müssen beispielsweise in der Altersklasse Junioren (15- bis 18-Jährige) mindestens 8 und maximal 15 Übungen auf einem Rad gezeigt werden.

Training:

Um den hohen statischen und dynamischen Anforderungen auf dem Kunstrad gerecht zu werden, wird vor jedem Training auf dem Kunstrad ein kleines Aufwärmtraining durchgeführt. In diesem werden möglichst alle Muskelpartien angesprochen und kleine Koordinationsübungen durchführt.
Nach dem Aufwärmtraining  folgt ein spezifisches Training für jeden einzelnen Sportler. Dabei trainiert der Sportler entweder eigenständig Übungen, die er bereits grundlegend beherrscht und noch verbessert bzw. perfektioniert oder er beginnt neue Übungen gemeinsam mit dem Trainer. Für neue Übungen werden zunächst Vorübungen auf dem Boden oder den Klötzen geübt. Danach gibt der Trainer Hilfe- und Sicherungsstellung auf dem Rad, bis der Sportler die Übung alleine weitertrainieren kann.
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